Wie schwer es ist an Geld zu kommen

Einen Abiball zu feiern erfordert eine sehr gute Planung, viele kreative Ideen und Mithelfer, aber vor allem eines – sehr viel Geld.

Das mussten leider auch wir, die Schüler des Abiturjahrganges 2020, feststellen. Und wenn man dann noch bei der MAZ als der berühmte 40er- Jahrgang bezeichnet wird, ist schnell klar: mit nur circa 40 Schülern das Geld zusammenzubekommen, wird sehr schwer werden.

So wurden Pläne geschmiedet: Kuchenbasar, hier helfen, dort helfen, Sponsoren suchen. Am Ende fühlt man sich wie ein Bettler, der von Tür zu Tür läuft und nicht wie ein Abiturient, der einen der vielleicht schönsten Abende seines Lebens plant. Da vergehen einem der Spaß und die Vorfreude schon einmal.

Also musste eine tolle Idee her, um Geld zu sammeln, Spaß zu haben und nebenbei noch etwas Gutes zu tun. Dank der Sparkasse Ostprignitz- Ruppin wurde dies möglich. Wir durften im Rahmen eines sozialen Projektes am 14. Dezember eine Weihnachtsfeier für die Kinder der Kita Kunterbunt veranstalten. Bereits an den Tagen davor wurden eifrig Plätzchen gebacken, Lieder geprobt und Briefumschläge gebastelt. Als wir dann mit all unserem Gepäck in der Kita ankamen, wurden wir mit leuchtenden Kinderaugen empfangen und die Kleinen waren hellauf begeistert. Für jeden war etwas dabei. Die Kinder konnten Wunschzettel ausmalen und uns stolz ihre Weihnachtswünsche erzählen, was für uns sehr interessant war. Von Nerf Pistolen, Einhornkuscheltieren, Lego bis Nichts war alles dabei. Die Briefe wurden dann von uns an den Weihnachtsmann nach Himmelpfort geschickt und es ging musikalisch weiter. Die „Zwerge“ durften zur Gitarre singen und die Lieder selbst mit Instrumenten begleiten. „In der Weihnachtsbäckerei“ wurde später auch beim Plätzchen verzieren gesungen, während die Kinder ihre Plätzchen mit blauem Zuckerguss, Schokolade, Herzchen und bunten Streuseln gestalteten. Wir mussten nur aufpassen, dass nicht das ein oder andere Plätzchen heimlich im Mund verschwand. Dabei waren jedoch meistens nicht die Kinder die Übeltäter, sondern die Erzieher. Am Ende hatten alle so viele Plätzchen, dass manche Kinder sie nicht mal mit beiden Händen tragen konnten.

Allen hat es sehr viel Spaß gemacht, doch man konnte nicht sagen, wer es mehr genossen hat: die Kinder oder die Schüler, die für zwei Stunden wieder Kind sein konnten. Wir haben gelernt, dass es nicht immer hart ist, an Geld zu kommen, sondern dass es auch sehr viel Spaß machen kann. Sogar so viel, dass viele den eigentlichen Grund für die Weihnachtsfeier am Ende total vergessen hatten.

Emily Zunke, Klasse 11