Poetry Slam


Gott und die Welt

Gott und die Welt spricht über Gott und die Welt, obwohl das Abendmahl dabei selten ins Thema fällt.

Tantchen und Tantchen lesen inTouch beim wöchentlichen Kaffeeklatsch, dabei geht es weder um den Herrn, noch um die Welt, wenn Brad vor Angelina auf die Knie fällt.

„Oh mein Gott!“, schreit sie, ohne zu bedenken, was zehn Gebote alles lenken, verlinken oder vielleicht auch beschränken.

Weiß Gott was Muttchen denkt, während sie Schulbrote schmiert. Weiß Gott was nach Leben und Tod passiert?

,,Mon Dieu!“, schreit der Franzose, ohne zu wissen, dass an Religion bereits ganze Nationen zerrissen.

Beim Ausruf ,,mein Gott!“, denkt niemand daran, was Glaube alles bewirken kann.

Gott, Schrott und Bibel, penibel ist vieler Menschen Intension, doch das Krippenspiel einmal im Jahr, na mein Gott, das geht dann schon.

Ist doch egal, was ein Pfarrer so quatscht, viel lieber wird auf dem Schulhof getratscht. Über was natürlich? Über Gott und die Welt, dabei geht es nicht selten ums Geld. Ein Faktor, der Menschen der Kirche fernhält, weil die Kirchensteuer nun halt nicht jedem gefällt. Kirchensteuer Ungeheuer, dabei gar nicht mal so teuer.

Herr im Himmel, ich raff das nicht. Jeder hat ´ne andere Sicht von Allah und Burka, alles völlig unklar. Was falsch ist, was richtig, ist im Grunde nicht wichtig und was irgendwer predigt auch ziemlich nichtig.

Auch mal an sich selber Glauben. Sich seine Religion zusammenschrauben.

Glaube ist, was alles zusammenhält. Gott und die Welt verzweifelt an Gott und der Welt.

Nele Ladewig, Klasse 11


 

Striche

Es ist nicht so, dass ein Strich nicht

Von Wichtigkeit fürs Leben ist.

Wenn Striche sich zu Linien verbinden,

Sich auf heißem Asphalt winden,

Wird jeder bestraft, der denkt es bedarf

Nichtachtungen jener weisen Zeichen,

Deren Weichen zu oft übers Leben hinaus reichen.

Anders ist es,

Werden Striche zu Kreisen,

Kann man mit ihnen seine Liebe beweisen.

Ein besonderer Strich,

Den jeder für sich selbst ziehen muss,

Beschreibt das Ende einer Ära

Und jetzt ist Schluss.

Annekatrin Schulz, Klasse 11


 

Das Leben in Büchern

Die Tinte so schwarz wie die Nacht,

hat Leben in die Bücher gebracht.

Der Herzschlag ist das Seitenumschlagen,

er bringt die Figuren zum Atmen.

Sie erzählen Geschichten oder leben von Gedichten;

leben von Fantasie & Gedanken, die wir denken.

Wir gestalten unsere eigene Welt

und denken wie der dargestellte Held.

Wir vergessen die Zeichen & Sätze,

denn sie wirken wie Schätze.

Zusammengestellt aus vielen Wörtern,

die Bilder und Orte verkörpern.

Wir vergessen unsere Außenwelt,

unsere Probleme und unsere Zeit.

Wir befinden uns in einem Fantasiezelt,

aus Vorstellungen unbegrenzt weit.

Die Tinte so schwarz wie die Nacht,

hat Leben in die Bücher gebracht.

Der Herzschlag ist das Seitenumschlagen,

er bringt die Figuren zum Atmen.

Johanna Möller, Klasse 12


 

Berlin

Da liegt die schöne Stadt im Abendrot

regungslos und leise, fast schon tot

Die Straßen und Gassen werden dunkel

Mit der Sonne verschwindet das Gemunkel

All das was am Tage vor sich geht

und sich dann zeitig schlafen legt

ist friedlich, wundervoll und schön

ist lieblich und durch die Bäume ziehen Böen

Man hört Blätterrauschen,

kann den Vögeln lauschen,

Gras und Blumen riechen

und jeden neuen Tag genießen

Die Straßen sind so sauber wie geleckt

Diese Stadt ist so perfekt

Hier lässt sich gutes Geld verdien‘

Zum Glück rede ich nicht von Berlin

Berlin stinkt, Berlin ist laut

Und wenn du schläfst wird in Berlin gebaut

Von Abgaswolken zugedeckt

Ist Berlin so herrlich unperfekt

Die U-Bahn warm, das Wetter kühl

Berlin ist keine Stadt

Berlin ist ein Gefühl

Niklas Braun, Klasse 12


 

 

Von einer Sache, die man bekommt, wenn man sie gibt

Wir müssen auf unser Vertrauen aufpassen,

weil wir uns ganz oft zu leicht fallen lassen,

und manchmal in fiese Fallen fassen,

und uns am Ende nur selber hassen.

 

Also sollten wir ab und zu mal danach schauen,

denn das mit dem Vertrauen kann man schnell verbauen.

 

Zu manchen Menschen ist die Treue so fest;

mit denen übersteht man jeden trotzigen Test.

Und wenn man sich dann nicht beeinflussen lässt,

traut man sich vor den Altar und feiert ein Hochzeitsfest.

 

Auf so ein Vertrauen will man gerne bauen.

Doch nehmt euch in Acht! – Man kann es auch schnell versauen.

 

Manchmal gibt es schon im Morgengrauen

an einem grauen Morgen Menschen, die staunen,

wie oft die Diebe sie beklauen,

wenn sie sich aus Liebe nicht trauen hinzuschauen.

 

So einen Schlag muss man erst verdauen,

denn das mit dem Vertrauen kann man schnell verhauen.

 

Und wenn man jemand‘ neu kennenlernt,

hofft man, dass Freundschaft ewig währt.

Doch leben heißt leiden, oder umgekehrt,

nur wer nie lebte, bleibt unversehrt.

 

Trotzdem will man so manchen im Herzen verstauen,

aber beim Vertrauen kann man sich schnell verschauen.

 

Manchmal ist das Ganze eine Last,

denn dabei gibt es nunmal kein „fast“.

Wer zusammenhält, schafft es jedoch ohne Rast,

denn es steckt ein „us“ in jedem „trust“.

Juliane Vogler, Klasse 9


ICH BIN ICH

Ich bin anders.

Halt einfach anders.

Manchmal ist es hart man selbst zu sein.

Einfach hart anders als der Rest zu sein.

Anders als der Rest gestylt.

Anders als der Rest gekleidet.

 

Ich bin anders.

Halt einfach anders.

Wenn ihr das nicht seit tut ihr mir leid,denn ihr seid alle gleich.

Ich genieße es anders als der Rest zu sein.

Anders als der Rest gedacht.

Anders als der Rest gelebt.

 

Ich bin anders.

Halt einfach anders.

Sie sehen mich komisch an,weil ich lache,wenn sie weinen,weil ich weine,wenn sie lachen.

Sie sehen mich komisch an,weil ich selbst,wenn ich auf 180 bin, ruhig und sachlich bleib.

Anders als der Rest gesprochen.

Anders als der Rest gelernt.

 

Sprach mein Spiegelbild zu mir.

 

Larissa Höger, Klasse 8


Man wünscht sich

Man wünscht sich,

dass Finger auf Landkarten zu Reisen werden,

denn auch Atlanten sind Erden ohne Erde.

 

Nicht jeder kann viel erben,

doch die letzten sind manchmal die ersten.

 

Sparen,sparen,

sonst kann man nirgendwohin fahren

 

deswegen muss man sehr viel lernen,

auch wenns oft hart ist, es wird schon was werden.

 

Und wenn du hast noch Zeit,

dann ist die Reise nicht mehr weit.

 

David Bothe, Klasse 8


Positionen

Positionen ändern dich,

Positionen ändern mich,

Positionen ändern sich.

Alles, das was bleibt, bin Ich.

 

An einer unbekannten Position

verharre ich in Stagnation,

denn so steht auch die Welt mal still

Und das ist alles, was ich will.

 

Schon wieder ändert sich mein Glück,

das kommt auf diesen Ort zurück.

 

Positionen ändern dich,

Positionen ändern mich,

Positionen ändern sich.

Alles, das was bleibt, bin Ich.

 

Ich entscheide mich, zu gehen,

mein Unglück entgegenzunehmen,

aus schlechten Dingen gute weben,

das ist das wichtigste im Leben.

 

An einer unbekannten Position

verharre ich in Stagnation,

denn so steht auch die Welt mal still

Und das ist alles, was ich will.

 

Sophia Osinski, Klasse 11


Ich packe meine Tasche


Ich packe meine Tasche und nehme mit:

meinen Rucksack.

Keinen Sack mit Schmuck,

sondern Sack mit Ruck,

Sack mit Erfahrung und Inspiration,

mit Ermahnung und Motivation,

mit Ideen für mich, laute und leise,

mit Ideen für uns und unsere Reise.

Ich packe meine Tasche und nehme mit:

meinen Rucksack

mit guter Ausgangslage

und mit guter Auffassungsgabe.

Einer, der alles auffängt,

was so anfällt,

was so reinfällt,

was so anfällt,

was so auffällt,

auch wenn ich es noch nicht sehe,

oder verstehe,

weil ich einfach weitergehe.

Einer, der alles verdaut,

was ich nicht verdauen kann,

weil er verstaut,

was ich nicht verstauen kann

und sitzen bleibt und staunt,

selbst wenn ich nicht mehr staunen kann.

Ich packe meine Tasche und nehme mit:

meinen Rucksack

mit guter Ausgangslage

und Auffassungsgabe

und mit Starke in Nähten und Trägern

für einen nahtlosen Übergang

zwischen heben und tragen,

zwischen streben und fragen,

zwischen kleben und wagen,

zwischen labern und leben,

und zwischen laufen und rennen und fahren und fliegen.

Mit Stärke in Träger und Naht

trägt er alles, was ich hab,

alles, was ich nicht sag,

was mich belastet,

jeden Gedanken, der einfach nicht rastet.

Er trägt alles, was ich eigentlich mit mir allein herum trage,

darum trage ich ihn mit mir herum.

Ich packe meine Tasche und nehme mit:

meinen Rucksack

mit guter Ausgangslage

und Auffassungsgabe

und Stärke.

Ich packe meinen Rucksack:

was in ihm ist, kann ich noch nicht sagen,

aber ich weiß, er wird alles tragen.

Patricia Dobler, Klasse 12


 

LEBE

Das Unbekannte neu verstehen,

die Gedanken wiederkehren.

Die ganzen freien Wege leben,

das Unbekannte mit sich nehmen.

Die Abenteuer lieben,

des Mutes getrieben.

Die große Angst schnell überfliegen,

die Freude wird siegen.

Das unbekannte Ziel erreichen,

dem ganzen Bösen ausweichen.

Die Zeit im guten Sinn behalten,

das Unbekannte wird zum alten.

Antonia Paesler, Klasse 11


 

Masken

Masken mit versteckten Fassaden,
unbekannten Lasten und
dunklem Tasten, im dunklen Kasten.

Masken mit List,
endloser Frist und dahinter
nur Mist.

Masken mit verschlossenem Gesicht,
dahinter ein Licht und
bester Sicht, im dunklem Nichts.

Masken mit schlauer Täuschung,
guter Häuchlung und
trauriger Bedeutung.

Masken mit mysteriöser Bewegung,
mit leiser Regung und
vernünftiger Überlegung, in dunkler Strebung.

Masken,
wir alle tragen sie. Welche trägst du?

 

Sarah Münchberg, 8. Klasse


 

Vernunft & Kunst

Die Unbekannte & brilliante Variante von der Kunst hat keinen Dunst von der Vernunft .

Doch hat die Vernunft denn einen Dunst von der Kunst ?

Die Vernunft multipliziert, die Kunst kapituliert

Die Kunst philosophiert, die Vernunft elliminiert .

 

Und trotz allem leben sie mit viel Demokratie zusammen in ihrer eigenen Anarchie .

Pauline – Melanie Rohra, 8. Klasse