Schüleraustausch Polen 2017

Eine schöne Begegnung an der polnischen Ostseeküste

Der Austausch zwischen den deutschen und polnischen Schülern fing für beide Seiten recht einfach an, denn am Freitag hieß es: „Koffer packen!“. Der alljährliche Austausch zwischen den polnischen und deutschen Schüler würde im kleinen Örtchen Dziwnowek an der polnischen Ostseeküste stattfinden.

Für die deutschen Schüler begann am Samstag, dem 03. Juni 2017, ein langer Vormittag, den sie größtenteils im Zug sitzend verbringen würden. Nach der Fahrt mit dem letzten, kleinsten und dazu noch vollsten Zug kamen die deutschen Schüler endlich am Hauptbahnhof Szczecin an und wurden sofort von den polnischen Schülern und Lehrern herzlich mit vielen Luftballons begrüßt. Die polnischen Schüler, allen voran die Jungs, nahmen uns deutschen Schülern einige schwere Koffer ab und zogen sie zum Bus. Der brachte alle zusammen in das Hotel REZYDENCJA nach Dziwnowek an die polnischen Ostseeküste.

Im Hotel angekommen bezogen wir unsere Zimmer. Danach gab es eine Erholungspause und Spiele wie Volleyball, Schach, Tischkicker oder Tischtennis, um uns gegenseitig schon mal kennen zu lernen. Ab 18 Uhr war dann auch das Abendessen angerichtet, wie es auch für alle anderen Tage so sein sollte. Danach spazierten alle gemeinsam zum Strand und lernten sich noch ein wenig mehr kennen.

Über die ganze Woche hinweg verteilt unternahmen wir viele Ausflüge, wie zum Beispiel einen Ausflug ins Planetarium und der Besuch im 7D Kino. Da es den ganzen Tag schon geregnet hatte, brachen wir den Ausflug nach Miedzyzdroje frühzeitig ab und konnten uns dann, alle gemeinsam, erholen. Ein ausgiebiger Strandspaziergang folgte. Nach dem Abendessen gab es im obersten Flur eine Musikeinlage, bei der wir, die deutschen wie die polnischen Schüler, sangen und von einem Gitarristen begleitet wurden.

Der 05. Juni 2017 war ein sonnenbeschienener und warmer Tag, der für die meisten Schüler mit Frühsport, beziehungsweise für einige Mädchen mit Yoga begann. Nach dem Frühstück gingen wieder alle gemeinsam an den Strand, um dort Gruppenspiele zu veranstalten und eventuell in der Ostsee zu baden. Nachdem sich die meisten Schüler am Strand nur gesonnt hatten – die Ostsee war ihnen zu kalt – gingen alle gemeinsam zurück ins Hotel REZYDENCJA, um dort ihr Mittag zu essen. Am Nachmittag machten wir einen Ausflug nach Trzesacz und fuhren von dort aus mit der Schmalspurbahn nach Niechorze, um den dortigen Leuchtturm zu besichtigen. In Rewal hatten wir etwas Freizeit.

Der Dienstag begann nach dem Frühstück mit Polnischunterricht für die deutschen Schüler statt der Strandspiele. Im Anschluss gingen wir an den Strand, denn an diesem Tag sollten wir Sandskulpturen bauen. Nach dem Mittagessen machten wir einen Ausflug nach Pogorzelica in den Kletterwald. Dort kletterten viele mit und ermutigten sich ab und zu gegenseitig.

Wie auch die Tage zuvor begannen die polnischen und deutschen Schüler ihren Tag mit Frühsport und Yoga. Dem Frühsport folgte Polnischunterricht für die deutschen Schüler, denn es ging darum, die Wörter, die die deutschen Schüler schon kennen, wie zum Beispiel „Dzien dobry!“, was „Guten Tag!“ und „Dziekuje!“, das „Danke!“ heißt, zu festigen. Nach einem einstündigen Aufenthalt am Strand zogen für uns zurück zum Hotel, da es anfing zu regnen. Nach einem ausgiebigen Mittagessen arbeiteten die deutschen und polnischen Schüler in Gruppen, wie zum Beispiel der Theater- und Kunstgruppe, zusammen. Nachdem dies getan war und nach der Erholung, machten wir einen Strandspaziergang, bevor wir wieder zurückkehrten und unsere Zimmer für die Zimmerkontrolle vorbereiteten und dann schlafen gingen.

Nach dem Aufwachen und dem Frühsport aßen wir alle gemeinsam und spielten dann das Spiel FOREST, in dem es darum ging die Stadt, Dziwnowek besser kennen zu lernen. Bis zum Mittagessen arbeiteten wir in unseren Gruppen und bereiteten uns auf die Meerestaufe vor. Am frühen Abend präsentierten die deutschen und polnischen Schüler ihre Präsentationen über den Aufenthalt in Polen. Den Abend ausklingen ließen die meisten mit Tränen, da dies vermutlich der letzte Austausch zwischen deutschen und polnischen Schülern gewesen ist.

Der Abschied am nächsten Tag war dennoch schwer, jedoch unterhielten wir uns alle viel mehr mit den polnischen Schülern als auf der Hinfahrt.

Ich fand den Schüleraustausch schön, auch wenn uns gesagt wurde, dass es schwer sein würde uns mit den Polen zu unterhalten, da die meisten kaum Englisch sprechen. Allerdings glaube ich, dass wir dieses Problem sehr gut gelöst bekommen haben und ich hoffe, dass die uns nachfolgenden Schüler auch wieder eine Chance bekommen einen Schüleraustausch mitzumachen.

 

Lina Bräunig

Klasse 9b

 

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