Schulprogramm

Schulprogramm 2014/15

des Gymnasiums

Friedrich Ludwig Jahn Kyritz

 

 

Schule verbindet ein Leben lang!


Das Gymnasium Kyritz ist eine Schule in Trägerschaft des Landkreises Ostprignitz – Ruppin.

 

Inhaltsverzeichnis

 

  1. Einführung                                                                                      3
  1. Portrait des Gymnasiums F. L. Jahn, Kyritz

2.1      Räumliche Bedingungen                                                             4

2.2      Historische und neuere Aspekte                                                 4

  1. Bildung und Erziehung

3.1      Pädagogisches Leitbild                                                               6

3.2      Pädagogische Grundsätze und Leitlinien                                    7

  1. Schulprofil

4.1      Methodenkompetenz                                                                   8

4.2      Medienkompetenz                                                                       8

4.3      Begabtenförderung und Integration                                            9

4.4      Offener Ganztagsunterricht                                                         9

4.5      Schule als Lern- und Lebensraum                                              10

4.6      Annuelles Programm                                                                   10

  1. Schulische Zusammenarbeit

5.1      Zusammenwirken von Schülern/Lehrern und Eltern                    11

5.2      Mitwirkung der Eltern an der Schulentwicklung                           11

5.3      Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler                                   11

5.4      Mitwirkung der Lehrerinnen und Lehrer                                      12

5.5      Zusammenarbeit mit anderen Schulen                                        12

  1. Wettbewerbe/Erfolge                                                                       13
  1. Arbeitsplan                                                                                      13
  1. Evaluation                                                                                       14

 

Anhang:

Arbeitsplan für das Schuljahr 2014/15

Informationsblatt „Schulkoop Kyritz“

Konzepte für die schulische Arbeit

  1. a) Ganztagskonzept
  2. b) Konzept zur Vermeidung von Unterrichtsausfall

 

  1. Einführung

Die Fortschreibung des Schulprogramms wurde von der Schulkonferenz am 20.11.2014 beschlossen. Es erneuert das Schulprogramm des Jahres 2013/14 und greift Veränderungen auf, die auf eine Erhöhung der Qualität von Unterricht einerseits und die Selbstständigkeit von Schule anderseits abzielen.

Insbesondere soll das „eigenverantwortliche Arbeiten“ der Schülerinnen und Schüler, die Methodenvielfalt bei den Lehrkräften und die Erweiterung der Medienkompetenz insgesamt verbessert werden. Zugleich gilt es, leistungsstarke als auch leistungsschwache Schüler zu fördern und Erfahrungen im Umgang mit verhaltensauffälligen oder hochbegabten Schülern zu gewinnen. Mit der Einrichtung des offenen Ganztagsangebotes ist die Chance gegeben, der Individualität unser Schülerinnen und Schüler gerechter zu werden, ihnen attraktive außerschulische Angebote zu unterbreiten, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und damit die Bereitschaft für andere Verantwortung zu übernehmen, aber auch selbstbestimmt zu lernen.

Somit wollen wir, die Kollegen und Kolleginnen, Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern des Gymnasiums Friedrich Ludwig Jahn Kyritz unsere pädagogische Grundorientierung in diesem Schulprogramm vorstellen und unsere gemeinsame Verantwortung für unsere Schule zum Ausdruck bringen.

Regelmäßig hinterfragen wir unsere eigene pädagogische Arbeit, schätzen diese kritisch ein und entwickeln sie weiter. Hierbei werden die konkreten Lernbedingungen berücksichtigt, Erfahrungen genutzt, bewährte Traditionen fortgesetzt und das schulische Umfeld in seiner sozialen, regionalen und kulturellen Ausprägung einbezogen.

Es ist uns wichtig, dass der Fachunterricht das Fundament unserer Arbeit darstellt. Viele der Ziele des Schulprogramms werden im jeweiligen Fachunterricht aufgegriffen und in diesem Rahmen werden auch entsprechende Maßnahmen geplant, durchgeführt und nachbereitet. Die bestehenden Kooperationen, die Entscheidungsbeteiligung von Eltern, Schülerschaft und Kollegium besitzen einen besonderen Stellenwert am Gymnasium Friedrich Ludwig Jahn in Kyritz. Sie sind in ganz besonderer Weise mitverantwortlich für eine funktionierende und optimistische Schulgemeinschaft und somit auch unerlässlich für die Planung, Formulierung und Verwirklichung unseres Schulprogramms. Insbesondere das Landesabitur nach 12 Schuljahren stellt eine bedeutende Herausforderung dar.

 

Unser Schulprogramm will diesen Anforderungen trotz der immer schwieriger werdenden Arbeitsbedingungen dahingehend Rechnung tragen, dass wir auch weiterhin und verstärkt:

 

  • eine Schule zum Lernen, Arbeiten sowie Leben gestalten
  • die einzelnen Lernenden und Lehrenden in ihrer Individualität stärken und die Herausbildung ihrer sozialen und demokratischen Kompetenzen fördern,
  • auf bewährten Grundlagen den Lernenden einen zukunftsbezogenen Orientierungs-rahmen bieten und
  • das schulische Lernen in Beziehung zur außerschulischen Wirklichkeit setzen.

 

Unser Ziel ist es daher, Schülerinnen und Schüler an unserem Gymnasium so auszubilden, dass sie sich durch Leistungsbereitschaft, Kreativität, Kompetenz, Engagement sowie soziale Verantwortung auszeichnen und ein selbstbestimmtes Leben führen können.

 

Wir sind uns bewusst, dass die erfolgreiche Umsetzung unserer programmatischen Ziele im Sinne eines lebenslangen Lernens, der andauernden Weiterbildung des Kollegiums ebenso wie einer reflektierenden Bewertung und steuernden Begleitung des Umsetzungsprozesses bedarf.

  1. Porträt des Gymnasiums Friedrich Ludwig Jahn

2.1 Räumliche Bedingungen

Der Backsteinbau, errichtet im Jahre 1866, befindet sich in der Perleberger Str. 6 in Kyritz. Er besteht aus den Gebäudetrakten A, B, C und wurde 1990/91 umfangreich saniert und mit dem Einbau eines Lifts behindertengerecht ergänzt.

Neben den gut eingerichteten Fachräumen, die in der Mehrzahl auch über einen Internet-anschluss verfügen, existieren insgesamt drei Computerkabinette, die auch außerhalb der Unterrichtszeit von den Schülern genutzt werden können.

Der Sportunterricht kann auf ein hervorragend eingerichtetes Sportzentrum nebst Schulsportanlage zurückgreifen (s. Schulporträt).

Das in unmittelbarer Nähe gelegene Kulturhaus wird vielseitig und häufig für die Unterrichts-tätigkeit und das öffentliche Leben der Schule genutzt. Die Kurse „Darstellendes Spiel“ erhielten mit Fertigstellung des Kulturhauses hervorragende räumliche und technische Möglichkeiten für ihre Arbeit. Es besteht ein großes Interesse innerhalb der Region, die eingeübten Theaterstücke zu erleben. Auch der Schulchor kann hier mit mehreren Konzerten im Jahr das öffentliche Leben der Stadt bereichern.

Eine wesentliche Verbesserung entstand durch die Renovierung und technische Neuaus-stattung der Aula und die Installation einer Schulküche in unmittelbarer Nähe.
(Einweihung im Januar 2011)

Der Schulkomplex – bestehend aus dem Schulgebäude, den Sportstätten und dem Kulturhaus – bietet für viele Veranstaltungen und Ereignisse unseres Schullebens beste Möglichkeiten.

Im Hauptgebäude befindet sich die Schulmensa, die die Pausen- und Mittagsversorgung der Schüler und Lehrer absichern hilft.

Die Bushaltestelle der Schule befindet sich in unmittelbarer Nähe des Schulgebäudes, sie wird mehrfach am Tage von hiesigen Busunternehmen angefangen.

Zudem wurde im Jahre 2009 die gesamte Südseite der Schule, nicht zuletzt aus feuerschutztechnischen Gründen, neu gestaltet und die Eingangsbereiche verschönert.

2010 wurde der kleine Schulhof an der Ostseite vollkommen neu ausgebaut und im April des Jahres eingeweiht. Mit dem Ende des Schuljahres 13/14 wurde die computertechnische Ausstattung des Hauses weitgehend abgeschlossen. Neben 5 interaktiven Whiteboards verfügt die Schule jetzt über 20 Beamer gekoppelt mit PC oder Laptop, so dass ein interaktiver Unterricht in den meisten Fachräumen ab dem Schuljahr 2014/15 möglich ist.

Im Rahmen von MEP 3 wird die Schule im Schuljahr 2014/15 mit 3 weiteren Whiteboards (Raum 309, Raum B22, Raum 202) ausgestattet.

Die Sanierung der Kurs – und Unterrichtsräume wird im kommenden Schuljahr mit den Räumen 108, 109, 110, 206, 207 und 208 fortgeführt. Im Jahr 2017 sollte die Sanierung dann abgeschlossen sein, so dass das Gymnasium Kyritz die Sicherheitsstandards vollständig erfüllt.

 

2.2 Historische und neuere Aspekte

1866 wurde mit den Bauarbeiten für das Lehrerseminar zur Ausbildung von Volksschullehrern begonnen, welches 1871 die Arbeit aufnahm. 1922 wurde dieses zu einer höheren Schule mit später angegliedertem Internat.1926 erhielt diese Schule den Namen „Jahnschule“. Seit den 50er Jahren bis zur Wende diente es als Institut für Lehrerbildung. 1991 konnte das Gebäude nach umfangreichen Bauarbeiten als Gymnasium eröffnet werden. Zu der Zeit beschulten 39 Lehrer 532 Schülerinnen und Schüler. In den folgenden Jahren wurden im laufenden Schulbetrieb weitere Unterrichtsräume geschaffen.

Schon zu diesem frühen Zeitpunkt entstanden gute partnerschaftliche Beziehungen zum Gymnasium in Westerstede/Niedersachsen.

Seit 1991 fanden regelmäßige Treffen der ehemaligen „Jahnschüler“ statt und somit erhielt die Schule am 27.05.1992 den Namen „Friedrich Ludwig Jahn“ und der „Verein der Freunde und Förderer des Kyritzer Gymnasiums“ wurde gegründet, der zur Zeit 68 Mitglieder hat. Dessen Ziele sind die Förderung des Schullebens, die Unterstützung sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler, sportlicher Veranstaltungen und die Verbesserung der materiellen Ausstattung der Schule. Den starken Mitgliederschwund der letzten Jahre im Auge habend, soll der Mitgliedergewinnung verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Zu einem festen Bestandteil eines jeden Schuljahres ist bei uns der Schüleraustausch geworden. Unser Gymnasium unterhält zu diesem Zweck ständig Kontakte zu verschiedenen Bildungseinrichtungen europaweit. Dazu zählen die Gymnasien in Poprad/Slowakei seit 1993, in Radoszyn/Polen seit 2003, das Gymnasium Sibiu/Rumänien seit 2001 und die Vidusskola in Valdemarpils/Lettland seit 2012.

Zu unserer Partnerschule, dem Gymnasium Westerstede/Niedersachsen, bestehen seit dem ersten gemeinsamen Schülerprojekt 1993 und der länderübergreifenden Zusammenarbeit „Nachbarn in Europa“ gute Beziehungen. Mit dem altersbedingten Ausscheiden der verantwortlichen Kollegen Riegel und Kröncke ging allerdings ein schleichender Kommunikationsverlust einher.

Ein Schüleraustausch findet in der Klassenstufe 9 mit polnischen und seit dem vergangenen Schuljahr wieder in den Klassenstufen 10/11 mit slowakischen Schülerinnen und Schülern statt. Somit wurde die Austauschpause mit dem Gymnasium Poprad beendet. Die Schüler besuchen dabei die Partnerschulen im europäischen Ausland. Im Gegenzug erklären sich die Familien der Austauschschüler bereit, Austauschpartner bei sich aufzunehmen und zu betreuen. Der Schüleraustausch findet in diesem Schuljahr vom 22. – 29. September (in Kyritz bzw. in Poprad) und im Juni 2015 (in Polen und in Kyritz) statt. Im Juli 2014 fand bereits zum 3. Mal ein internationales Chorlager, diesmal in Kyritz, statt. Der Rücktausch ist für den Juli 2015 geplant.

Seit 1998 findet für die 9. Klassen (von 1997 bis 2010 auch für die 11. Klassen) ein Betriebs-praktikum statt, dem sich eine Evaluation anschließt. In diesem Schuljahr beginnt das BP am 23.Februar und endet am 06. März 2015.

Das „Whithe Horse Teatre“ gastiert seit 1998 einmal pro Jahr an unserer Schule und fasziniert mit modernen Stücken große Teile unserer Schülerschaft.

Nicht nur um dem Namen unserer Schule gerecht zu werden, veranstalten wir jährlich Sportfeste; sportliche Wettkämpfe mit benachbarten und am Austausch beteiligten Schulen. Zudem beteiligen wir uns regelmäßig an Veranstaltungen im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“. Eine Außensportanlage und die moderne Dreifelderhalle bieten u. a. für die Volleyball – AG bessere Bedingungen.

Der intensiveren Öffentlichkeitsarbeit dienen der „Schulerlebnistag“, die rege Pressearbeit und die Homepage der Schule. Für die Pressearbeit wird erstmalig mit Herrn Gondesen ein Pressesprecher an der Schule etabliert. Dank der engagierten Arbeit von M. Schramm und Herrn Quellmalz präsentiert sich das Gymnasium Kyritz im Netz mit einer informativen und kreativen Website.

Das Bild der Schule wird durch weitere publikumswirksame Veranstaltungen wesentlich geprägt. Dazu zählen öffentliche Auftritte des Schulchores incl. instrumentaler Begleitung der Schüler, Theateraufführungen der Kurse „Darstellendes Spiel“ und der seit Jahren etablierte „Lauf für Frieden und Toleranz“. Letzterer fand am 5. September 2014 statt. Erstmals wird der Chor des Gymnasiums gemeinsam mit der evangelischen Kirche Kyritz an einem gemeinsamen Projekt arbeiten und das Ergebnis Ende September präsentieren.

  1. Bildung und Erziehung

3.1 Pädagogisches Leitbild

 

„Das Geheimnis, mit allen Menschen in Frieden zu leben, besteht in der Kunst,                                           jeden seiner Individualität nach zu verstehen.“

 

Friedrich Ludwig Jahn

 

 

Wir, die Eltern, Schüler und Lehrer des Gymnasiums Friedrich Ludwig Jahn haben das gemeinsame Ziel, in Weiterführung der Gedanken des Pädagogen und Namensstifters Jahn unsere Schule zu einem Ort werden zu lassen, an dem die Individualität jedes einzelnen Schülers verstanden und in ihren Stärken und Potentialen gefördert und gefordert werden soll, um aus der Schule ein Haus des Lernens und der Vorbereitung auf das Leben zu machen.

Dabei steht die Gestaltung des Unterrichts als das Herzstück der Schule im Zentrum unserer Bemühungen. Die Vermittlung einer zukunftsorientierten Allgemeinbildung, die Befähigung zur Selbsttätigkeit und Selbstverantwortung sowie die Realisierung fächerübergreifender Unterrichtsvorhaben sind Voraussetzungen, um unseren Schülern die Einheit von Wissen, Können und Tun nahebringen zu können.

Für Lehrende wie Lernende bedeutet das, die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen, zur Reflektion über die eigene Tätigkeit, zur gegenseitigen Achtung und Wertschätzung sowie zu Offenheit und Transparenz.

Als Schule im ländlichen Raum sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung gegenüber unserer Schülerschaft, aber auch in Bezug auf unsere Region. Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch des Lebens in seinen vielfältigen Facetten. Als kulturelles Zentrum wollen wir unsere Aktivitäten, wie Theateraufführungen, Kunstfeste, Auftritte unseres Chores sowie unserer talentierten Solisten in bewährter Tradition fortführen. Das gilt gleichermaßen für die Teilnahme an sportlichen wie auch anderen Wettkämpfen bzw. Wettbewerben.

Schule muss offen sein in mehrfacher Hinsicht. Dabei steht die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern genauso im Focus wie die Realisierung des europäischen Gedankens, bspw. durch den Schüleraustausch und die Kooperation mit unseren regionalen Partnern im Rahmen unseres Ganztagsschulprojekts.

 

3.2 Pädagogische Grundsätze und Leitlinien

Die Weiterentwicklung des Gymnasiums F. L. Jahn als Gemeinwesen, die Verbesserung der Qualität des Unterrichts und die stärkere Einbeziehung des Einzelnen in die Gemeinschaft – das sind Ziele, die unseren Leitlinien zugrunde liegen:

  1. Wir fördern Mitmenschlichkeit, Toleranz, Weltoffenheit und Vertrauen durch achtungsvollen Umgang miteinander.

Die Würde des Einzelnen wird nicht verletzt. Der Umgang aller Schüler, Lehrer,

Mitarbeiter und Eltern sind von gegenseitigem Respekt geprägt. Der Umgangston ist freundlich und ermutigend. Die Erziehung zur Weltoffenheit hilft, Fremdheit zu überwinden.

  1. Wir fördern Selbständigkeit und Übernahme von Verantwortung, wir unterstützen Leistungsbereitschaft und Motivation.

Selbständigkeit und Selbstachtung entwickeln sich nur in Freiheit, in einer vertrauensvollen Atomsphäre. Die Schule gibt Freiheit in dem Maße, in dem Verantwortung getragen werden kann.

Wer mitentscheiden will, muss Verantwortung übernehmen und erkennt beschlossene Regeln an. Drogen hemmen die Selbstbestimmung und Selbstentwicklung und werden konsequent geächtet.

  1. Wir verbessern die Qualität des Unterrichts durch moderne, flexible Lehr- und Lern-methoden und ermöglichen eigenverantwortliche Arbeiten durch bessere Methoden-kompetenz.

Der Unterricht ist so anzulegen, dass er viele Lernaktivitäten und in zunehmendem Maße eigenverantwortliches Arbeiten möglich macht. Jeder Lehrer ist zur fachlichen und methodischen Fortbildung verpflichtet. Jeder Schüler ist für sein Lernen verantwortlich. Er lernt deshalb die Möglichkeiten und Grenzen seiner individuellen Leistungsfähigkeit realistisch einzuschätzen. Lehrer helfen, ermutigen und bieten Anregungen.

  1. Wir streben eine fundierte allgemeine Bildung an, Fachkompetenz wird verknüpft mit der Entwicklung sozialer und personaler Kompetenzen

Bildung in unserer Zeit braucht die Auseinandersetzung mit soziokulturellen und gesellschaftlichen Grundfragen. Das sichere Anwenden von Fremdsprachen im interkulturellen Austausch wird gefördert.

            Die Vermittlung orientierenden Wissens, um Zukunftsfragen fundiert beantworten und Handlungsperspektiven ableiten zu können, ist erklärtes Ziel des pädagogischen Handelns.

            Die Fachkonferenzen entwickeln gemeinsam fächerübergreifende Themen,

            die Mensch, Natur und Gesellschaft in verschiedenen Zusammenhängen betrachten.

  1. Wir gestalten den Lern- und Lebensraum Schule durch gemeinsame Projekte und intensive Kommunikation.

Der Arbeitsplatz soll so gestaltet sein, dass sich Schüler und Lehrer gern in den Räumen, Fluren, Turnhallen und auf dem Schulgelände aufhalten. Die Raum-gestaltung soll das Lernen befördern. Die Einrichtungen werden gepflegt und sorgfältig behandelt. Alle sind für die Sauberkeit in den Schule verantwortlich.

            Jeder Jahrgang leistet einen wichtigen Beitrag zur Schulentwicklung.

  1. Wir reflektieren regelmäßig schulische Prozesse und befähigen uns, mit Kritik offen und konstruktiv umzugehen.

Die gemeinsame Arbeit bedarf der Vergewisserung, dass beschlossene Absprachen und Maßnahmen eingehalten werden und erfolgreich sind.

            Deshalb werden das Lehrer-Schüler-Verhältnis und die verschiedenen schulischen Aktivitäten gemeinsam untersucht und ausgewertet. Konstruktive Kritik ist erwünscht, wenn sie offen und sachlich vorgebracht wird. Konflikte werden vertrauensvoll gelöst. Jedem Beteiligten am Konflikt ist Veränderung zuzutrauen und zuzumuten.

  1. Schulprofil

Schule der Vielfalt

„Die Schule sollte stets danach trachten, dass der junge Mensch sie als harmonische Persönlichkeit verlasse und nicht als Spezialist!“

Albert Einstein

4.1 Methodenkompetenz

Die Fähigkeit zu lebenslangem Lernen ist ein Merkmal, dass unter anderem von der sich wandelnden Arbeitswelt gefordert wird.

Wichtig dabei ist, die Selbstständigkeit des Schülers im eigenen Bildungsprozess zu stärken, mit dem Ziel, eigenverantwortlich arbeiten zu können.

Die Vermittlung von Methodenkompetenz ist in diesem Zusammenhang stets am Entwicklungsstand der Schüler(innen) orientiert und wird während der Schullaufbahn systematisch aufgebaut.

Um hierfür Voraussetzungen zu schaffen, wird eingangs der 7. Klassen ein mehrtätiges Methodentraining „Lernen lernen“ durchgeführt. Schwerpunkte sind die Vermittlung von Präsentations- und Lesetechniken, Kommunikation, Zeitmanagement und Konzentration, Hefterordnung und Hinweise zum Anfertigen von Hausaufgaben sowie auch Kunst-, Sport- und Musikprojekte. Vor allem Letzteres soll auch dem besseren Kennenlernen der neuen Schüler(innen) am Gymnasium dienen.

In allen Jahrgangsstufen wird weiterhin den Möglichkeiten entsprechend am Umgang mit Nachschlagewerken, dem Recherchieren, dem Vorbereiten auf Prüfungen und Lernerfolgskontrollen und der Strukturierung von Texten und Materialsammlungen gearbeitet. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zum effektiven Lernen zu befähigen und zu bestmöglichen Ergebnissen zu führen.

 

4.2 Medienkompetenz

Die Grundlagen für eine sichere Medienkompetenz der Schüler des Gymnasiums Friedrich Ludwig Jahn werden im Fach ITG als auch in allen anderen Unterrichtsfächern gelegt. Medienkompetenz ist eine der Schüsselqualifikationen für Gegenwart und Zukunft. Dabei geht es nicht nur um technische Kompetenzen, sondern im verstärkten Maße auch um eine Bewertung der Inhalte moderner Medien. Die Vermittlung innerhalb des Unterrichts ist an praktischen Erfordernissen orientiert und wird laufend aktualisiert. Zudem erlernen die Schüler nützliche Kommunikations- und Präsentationstechniken kennen.

So werden in Fächern wie Deutsch, Politische Bildung, LER, WAT, Geschichte, etc. medial konstruierte Wirklichkeiten kritisch reflektiert und die Ausbildung der eigenen Handlungs- und Entscheidungskompetenz gefördert. Die deutlich verbesserte technische Ausstattung der Schule trägt zur positiven Entwicklung der Medienkompetenz wesentlich bei.

 

4.3 Begabtenförderung und Integration

Das Gymnasium Friedrich Ludwig Jahn setzt auf Breitenförderung und vermeidet frühzeitige Spezialisierung. Das Erkennen von Begabungen und die Entwicklung besonderer Förderpläne ist mit der Führung von Integrationsklassen eine neue pädagogische Verpflichtung – analog zur Schulgesetzgebung. So gibt es am Gymnasium Kyritz mit der Klasse 8b neben der Klasse 10a in diesem Schuljahr zwei Integrationsklassen.

Zukünftig wird die Vermittlung besonders fördernder, wissenschaftlicher Praktika an Bedeutung gewinnen, ebenso wie der projektorientierte und bereits häufig praktizierte Unterricht in Verbindung mit Hochschulen, Museen, Wirtschaftseinrichtungen oder Stiftungen. Auch hier gibt es, dem Profil der Schule entsprechend, eine besondere Vielfalt. Dazu ist die Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus und dem Neurologischen Labor Berlin fortzusetzen und auszubauen.

Um den herausragenden Leistungen unserer Schüler im mathematischen Bereich Rechnung zu tragen (positive Ergebnisse bei der Landesolympiade Mathematik), wird der Spezialistenclub Mathematik unter der Leitung von Herrn Kendziora seine Arbeit fortführen. Parallel dazu wird es Angebote der Bestenförderung in den Fächern Chemie und Englisch geben.

 

4.4 Offener Ganztagsunterricht

Offener Ganztagsbetrieb dient der Förderung von Begabungen und Neigungen von Schülern der Sekundarstufe I, vergrößert das Breitenangebot der Schule und erhöht die Attraktivität des Gymnasiums „Friedrich Ludwig Jahn“ Kyritz. Somit leisten die im Ganztag arbeitenden Kollegen in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Identifikation der Schüler mit ihrer Schule, sondern tragen damit auch wesentlich zur Sicherung des Schulstandortes bei.

Im Rahmen des Ganztagsbetriebes ergänzen Aktivitäten im künstlerischen, sportlichen und naturwissenschaftlichen Bereich die Möglichkeiten der Beseitigung von Lernschwächen. Fördert die entsprechende Lehr- und Lernkultur mit dem Ziel der Kompetenzentwicklung die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen, so trägt das umfangreiche Arbeitsgemein-schaftsangebot zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung im ländlichen Raum bei.

Die den Unterricht ergänzenden Angebote berücksichtigen dabei die besonderen Interessen der Jugendlichen und bieten ihnen die Möglichkeit, auch in kleineren Gruppen zu agieren. Der Lehrer als Begleiter einer Arbeitsgruppe erlebt dabei den Schüler auch in unterrichts-fremden Situationen. Gewollter Nebeneffekt ist ein in vielen Fällen sich sehr positiv ent-wickelndes Lehrer-Schüler-Verhältnis.

 

4.5 Schule als Lern- und Lebensraum

In gemeinsamen Projekten wurde nicht nur das Innere des Schulgebäudes von Schülern, Eltern und Lehrern mitgestaltet, sondern auch das Schulumfeld. So sind neben den Sportanlagen zwei neue arrondierte Schulhöfe entstanden und die Grünanlagen einschließlich der Bürgerpark-Anlage gestaltet worden. Ein solch großzügiges Umfeld mit entsprechender biologischer Anschauungsvielfalt bei Bäumen und Sträuchern mit insgesamt 70 verschiedenen Arten haben nur wenige Schulen in Deutschland zu bieten. Hier hat es Mitarbeit und großzügiges Sponsoring vieler Bürger aus der Region gegeben.

Von Seiten des Kreises Ostprignitz-Ruppin als Träger der Schule wurde auch bei der Renovierung und Ausstattung im Gebäudeinneren großzügiges Mitspracherecht eingeräumt, so dass technisch und medial gut ausgestattete Fachräume vorhanden sind, ebenso wie modern gestaltete Räume und Flure, die durch vielfältige Kunstobjekte verschönert werden. Das Gymnasium Friedrich Ludwig Jahn – ein Ort zum Lernen, aber auch zum Wohlfühlen!

 

4.6 Annuelles Programm

Wie im Leitbild formuliert, versteht sich unser Gymnasium auch als ein kulturelles Zentrum für die Region. Erkennbar wird dieses durch die jährlich wieder angebotenen Aktivitäten schulischer und außerschulischer Art, die im nachfolgenden aufgelistet sind. Es wird zur Zeit beraten, welche der Vorhaben zunehmend einzelnen Jahrgangsstufen zuzuordnen wären bzw. welche Organisationsaufgaben dementsprechend von den Schülern eigenverant-wortlich zu bewältigen sein könnten.

 

Im Verlauf des Schuljahres 2014/2015 werden nachfolgende Vorhaben weiterhin durchgeführt
Methodentraining 7. Klassen Schulerlebnistag
Aufführungen/DS/Theater Kunstfest/Schulfest/DS
Schüleraustausch Polen

Schüleraustausch Slowakei

Debating/Big Challenge – Europäischer Sprachenwettbewerb
  1. Hilfe-Kurs Klasse 10
Lauf für Frieden und Toleranz/Sportfest
Weihnachtskonzerte Kyritzer Mathematik-Olympiade
Schüler-Betriebspraktikum Klasse 9 Kooperation/Stephanus Stiftung
Sucht und Gewaltprävention

 

Begabtenförderung Mathematik

Begabtenförderung Chemie

Skilager Bildungsmesse

 

Zur organisatorischen und materiellen Sicherstellung wurde für das Schuljahr 2014/15 ein Schulfahrtenkonzept durch die Schulkonferenz am 29.04.2014 verabschiedet.

  1. Schulische Zusammenarbeit

5.1 Zusammenwirken von Schülern/Lehrern und Eltern

Zur Verwirklichung des Erziehungsauftrages bedarf es der engen Zusammenarbeit mit den Eltern. Das Recht und die Pflicht der Eltern zur Erziehung ihrer Kinder verbinden sich mit dem Wunsch der Schule nach einer kreativen und helfenden Mitarbeit der Eltern. Die Eltern verstehen sich als Partner der Schule, unterstützen und organisieren, geben Anregungen und nehmen die ihnen zustehenden Rechte wahr. Sie tragen damit zu Weiterentwicklung des Gymnasiums Friedrich Ludwig Jahn bei und wirken auf Schüler und Lehrkräfte ein. Ihre offenen oder auch kritischen Beiträge bei gegenseitiger Achtung aller am Schulgeschehen Beteiligten beeinflussen das Schulklima.

5.2 Mitwirkung der Eltern an der Schulentwicklung

– Informationen über organisatorische, administrative und inhaltliche Probleme und

Erfolge in der Schule

– die Gleichbehandlung aller Schülerinnen und Schüler

– die Erziehung zur wachsenden Einsichtsfähigkeit und zunehmenden Selbständigkeit

und die Vorbereitung auf die Herausforderungen des Berufslebens

– Vermittlung einer breiten und vertieften Allgemeinbildung und dem Bestehen der

Prüfungen bzw. Abiturprüfungen mit Erreichen der Allgemeinen Hochschulreife

– den Unterrichtausfall so gering wie möglich zu halten und alle Möglichkeiten der

Unterrichtsverlagerung wahrzunehmen

– eine rasche Information bei Fehlverhalten und Fehlstunden, um die Ursachen zu

ermitteln und Abhilfe zu schaffen

– eine enge Zusammenarbeit mit Klassen-, Fachlehrern und Tutoren, individuelle

Gespräche, Gelegenheit zu Elternsprechtagen und im Unterricht hospitieren zu

können

– eine Beratung für Studium und Beruf

Die Schule hat einen Anspruch darauf, dass Eltern ihre Erziehungspflichten wahrnehmen und das Gymnasium bei der Erreichung der Bildungs- und Erziehungsziele unterstützen und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die Schule begrüßt es, wenn Eltern sich bei schulischen Maßnahmen wie Klassenfahrten, Projekttagen, Festen etc. an der Planung und Durchführung beteiligen und ihre Anerkennung auch durch persönliche Anwesenheit zum Ausdruck bringen. Die Schule ist sich der Bedeutung der Mitarbeit der Eltern in schulischen Gremien, bei Elternversammlungen und Elternzusammenkünften verschiedener Art sowie im Förderverein bewusst und bemüht sich um die aktive Zusammenarbeit zum Besten der Schule.

 

5.3 Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler

Die Vertreter der Schülerinnen und Schüler formulieren ihre Interessen, Wünsche und Ideen im Rahmen der Schülerkonferenz. Dabei werden sie sowohl von der Schulleitung durch regelmäßige Beratung als auch von den Mitgliedern des Lehrerkollegiums unterstützt. Sie bringen ihre Interessen über die Klassen-, Kurs- und Schulsprecher in die Mitwirkungsgremien der Schule (Schulkonferenz, Lehrerkonferenz und Fachkonferenzen) ein.

Die Schülerinnen und Schüler wählen die Vertrauenslehrer und sind auf Klassenebene an der Lösung von Konflikten beteiligt. Gleiches gilt für Sachverhalte, die den offenen Ganztagsbetrieb des Gymnasiums betreffen. Die Schüler engagieren sich und übernehmen Aufgaben bei den jährlich wiederkehrenden Ereignissen (s. Abschnitt 4 f). Nicht zuletzt waren viele Schüler in den vergangenen Jahren bei den unterschiedlichsten Wettbewerben im naturwissen-schaftlichen und im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich, ebenso wie bei Sprachwett-bewerben oder im sportlichen und musischen Bereich sehr erfolgreich; ohne dass dabei Lernerfolge vernachlässigt wurden. Sie haben damit dem Ansehen der Schule als einer „Schule der Vielfalt“ einen guten Dienst erwiesen.

 

5.4 Mitwirkung der Lehrerinnen und Lehrer

Guter Unterricht kann nur durch zuverlässige Kooperation der Lehrkräfte erreicht werden, die einen respekt- und vertrauensvollen Umgang miteinander pflegen.

In den jeweiligen Fachkonferenzen findet eine regelmäßige Überprüfung und Reflexion des Lernens der Schüler und Schülerinnen statt, z.B. durch Rückblick am Ende eines Schuljahres und durch die Auswertung der erreichten Leistungen, aber auch in Vergleichs-, Orientierungsarbeiten und Prüfungen.

Die Fachkonferenzen zeigen Verbesserungsmöglichkeiten auf und entwickeln Konzepte zur Förderung begabter Schüler oder als Hilfe für Leistungsschwächere. Sie bestimmen auf Grundlage der gesetzlichen Verordnungen und Erlasse die überfachlichen Ansätze zur Zusammenarbeit und sind mit der Aufstellung, Einführung und Überarbeitung der

schulinternen Lehrpläne befasst. Sie unterbreiten Vorschläge für außerunterrichtliche Angebote und die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern der Schule.

Die Fachkonferenzen leisten einen Beitrag des Faches zum Profil der Schule und engagieren sich für die Weiterentwicklung des Fachunterrichtes durch die Sichtung von Unterrichtseinheiten sowie Unterrichtsmaterialien und regelmäßigen Erfahrungsaustausch. Nicht zuletzt sichert das Festlegen von einheitlichen Bewertungsmaßstäben einen anspruchsvollen und vor allem schülergerechten Unterricht.

Lehrer- und Klassenkonferenzen, Versammlungstage, Fahrten der Lehrkräfte und das Planen und Durchführen gemeinsamer Projekte tragen zum besseren gegenseitigen Verständnis, zur Erhöhung der Qualität des Unterrichts und zum gemeinsamen pädago-gischen Handeln bei.

 

5.5 Zusammenarbeit mit anderen Schulen

Vor dem Hintergrund sinkender Schülerzahlen, Schulschließungen, unsicherer Aussagen zur Bildungslandschaft im Land Brandenburg initiierten die Schulleiter der Goethe Grundschule, der Carl – Diercke – Oberschule, der Lindenschule und des Gymnasiums Friedrich Ludwig Jahn Kyritz im Jahr 2012 den Kyritzer Bildungstisch, in dessen Ergebnis im Juni 2013 die „Schulkoop Kyritz“ ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam wollen die Kyritzer Schulen Hand in Hand mit Schülern, Eltern, Kollegen und Schulträgern die Bildungslandschaft der Stadt Kyritz weiterentwickeln und an die veränderten Anforderungen anpassen und damit den Schulstandort Kyritz attraktiver gestalten (siehe Anhang: Informationsblatt der Schulkoop Kyritz). Die Vorhaben der beteiligten Schulen sollen helfen, ein „Kyritzer Wir-Gefühl“ zu entwickeln. Außerdem sollte es uns gelingen, speziell bei der Zusammenarbeit mit der Grundschule Kyritz, Schüler schon vor dem eigentlichen Ü-7-Verfahren an unsere Bildungseinrichtung zu binden. Spezielle Angebote werden den Grundschülern unterbreitet, z.B. eine Förderung in den Fächern Deutsch, Mathe, Englisch. Ergänzend wird für alle Schulformen erstmalig eine gemeinsame Kyritzer Mathematikolympiade (Stufe 1) angeboten. Die Organisation liegt in den Händen des Gymnasiums Kyritz. Gemeinsame außerschulische Aktivitäten werden angestrebt.

 

6. Wettbewerbe und Erfolge

In vielen Fächern haben die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Friedrich Ludwig Jahn an regionalen, nationalen und internationalen Wettbewerb teilgenommen – häufig mit sehr guten Erfolgen.

So wurden in den letzten Schuljahren in Fächern wie Biologie, Chemie und Mathematik gute Plätze bei Landesolympiaden belegt. Im Fach Englisch gibt es das regelmäßige „Debating“ mit Berliner und Brandenburger Schulen. Die Teilnahme am Wettbewerb „National Geographic“ hat dazu geführt, das Interesse der Schüler am Fach Geographie zu steigern. Stolz können wir darauf verweisen, dass im Ergebnis aus den Reihen der unseres Gymnasiums ein mehrfacher Deutscher Meister und Weltmeister im Fach Geografie hervorgegangen ist.

In den vergangenen Jahren nahmen Schüler des Gymnasiums regelmäßig am „Planspiel Börse“ in der Region teil und belegten vordere Plätze.

Im Rahmen des Hoffmann – Aleith Literaturpreises wurden im Jahre 2014 25 Schüler (der Jahrgänge 8 bis 12) in den Bereichen „epische Texte“, „lyrische Texte“ und „Sonderpreise“ ausgezeichnet. Erstmals errangen somit Schüler unseres Hauses bis auf 2 Ausnahmen alle zu vergebenen Preise und Anerkennungen.

Diese unvollständigen Beispiele zeigen auf, wie mit großem Engagement gute Leistungen erzielt und Auszeichnungen erworben wurden, die teils weit über das schulisch Geforderte hinausgehen. Sie sind zugleich ein Merkmal für die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten, die das Gymnasium Friedrich Ludwig Jahn bieten kann.

 

  1. Arbeitsplan

Grundlage der Arbeitsplanung für ein Schuljahr ist der Schuljahresplan (Anhang), der zu Schuljahresbeginn vom komm. Schulleiter auf der Basis der Zielvereinbarungen und der schulinternen Evaluationsergebnisse erstellt wird. Er wird je nach Bedarf und Sachlage ergänzt oder abgeändert.

Zur weiteren Arbeitsplanung wurden von den Lehrkräften im Oktober 2014 nachfolgende Zielvereinbarungen getroffen.

Auf der KdL vom 13.10.2014 erneut verabschiedete Zielvereinbarungen:

  1. Es wird vereinbart, dass in den Konferenzen noch intensiver pädagogische

Diskussionen im Kollegium geführt werden. Diese verstärkten pädagogischen

Diskussionen werden z.B. in den Konferenzen der Lehrkräfte, Klassenkonferen-

zen, Jahrgangskonferenzen und innerhalb gemeinsamer unverbindlicher Treffen

geführt, wobei sowohl aktuelle Belange als auch grundsätzliche Bereiche berück-

sichtigt werden.

Zeitraum der Abrechenbarkeit:

Die 1. Zielvereinbarung wird vom 13.10.2014 – 15.07.2015 umgesetzt.

  1. Es wird vereinbart, dass ein wesentlicher Bereich der pädagogischen Schwer –

punktsetzung des Kollegiums die Arbeit und der Unterricht in den Integra-

tionsklassen ist, wobei intensiv Fortbildungsangebote genutzt und in den Kon-

ferenzen pädagogische Umsetzungen für den Unterricht von Schülern mit son-

derpädagogischem Förderbedarf diskutiert und erarbeitet werden.

  1. Es wird vereinbart, dass innerhalb der Arbeit und des Unterrichtes in einer Inte-

grationsklasse konkrete Beratungen und Unterstützungen z. B. durch Fortbil –

dungsangebote sowie eine kollegiale Begleitung dieses Entwicklungsprozesses

durch die zuständige Schulrätin erfolgen.

Zeitraum der Abrechenbarkeit:

Die Ziele 2 und 3 werden vom 13.10.2014 – 15.07.2015 hinsichtlich einer ersten

Zwischenbilanz vereinbart.

Aufgrund der Komplexität der pädagogischen Arbeit und des Unterrichtes in einer

Integrationsklasse erfolgt eine weitere Umsetzung dieser Ziele über mehrere

Schuljahre.

Weitere Arbeitsthemen wurden von Seiten des komm. Schulleiters auf der Basis verschiedener verabschiedeter schulischer Konzepte ( Anhang ) angeregt:

Konzept zur Unterrichtsorganisation

Konzept zur Vermeidung von Unterrichtsausfall

Fortbildungskonzept

Hospitationskonzept

Hausaufgabenkonzept

Die Angebote zur Studien- und Berufsberatung werden fortgeführt und entsprechend weiterentwickelt. Im Januar 2014 fand erstmalig eine Bildungsmesse am Gymnasium Kyritz statt. Diese Veranstaltung sollte im Schuljahreskalender perspektivisch einen festen Platz finden. Die Verantwortung für die Organisation liegt in den Händen des Oberstufenkoordinators Herrn Kendziora und der FK Wirtschaft, Arbeitslehre, WAT. Dazu ist die Zusammenarbeit des Gymnasiums mit der IHK Neuruppin zu vertiefen. Im Rahmen der Kyritzer Schulkooperation sind unsere Partner in die Vorbereitung und Durchführung einzubinden.

 

  1. Evaluation

Die überwiegende Zahl der Abiturientinnen und Abiturienten nutzt den am Gymnasium Friedrich Ludwig Jahn vergebenen Abschluss der „Allgemeinen Hochschulreife“ für ein Studium.

Deshalb sollten alle Absolventen mit den notwendigen Fach- und Schlüsselkompetenzen ausgestattet sein, um ggf. auch für Aufnahme – und Ausleseprozesse gerüstet zu sein. Deshalb vergleicht sich die Schule auf der Ebene der 8. Klassen im Rahmen des VERA- Verfahrens und der Orientierungsarbeiten, nachdem in Klasse 7 das Leistungsniveau der einzelnen Schüler in den Lernausgangsleistungstests eruiert wurde. Im Verlauf der Klassenstufe 9 werden zudem die Resultate angefertigter Facharbeiten und der nachfolgenden Verteidigung begutachtet.

Die Qualität der Abschlüsse auf Ebene der Klasse 10 und die Abschlussergebnisse im Abitur werden auf gründliche und statistische Weise analysiert und entsprechenden Vergleichen unterzogen. Über später erreichte Studienergebnisse gibt es nur punktuell Informationen, vor allem natürlich bei erfolgreichen „Karriereschritten“.

Ein schulspezifisches Evaluationsmodell für den Ganztagsbetrieb wurde im letzten Schulhalbjahr entwickelt. Die durchgeführte Erhebung wurde ausgewertet. Dazu führte die Schulleitung im vergangenen Schuljahr bereits zum 2. Mal eine Umfrage unter allen Schülern, diesmal unter der Überschrift „So erlebe ich Schule“, durch. Darin konnten die Schüler des Gymnasiums Kyritz ihre Meinung zu den Themen „Unterricht“, „Schul- und Klassenklima“, „Ganztag“ und „Außerunterrichtliche Veranstaltungen“ äußern und auf einer Skala bewerten.

Weitere Schritte zur Überprüfung der Standards und der fachlichen Schülerleistungen sind ein Merkmal der künftigen Schulentwicklung und werden Bestandteil der kommenden Arbeitspläne sein.

Gemäß der pädagogischen Leitlinien soll selbstständiges Lernen und Handeln gefördert werden unter Nutzung neuer Kommunikations- und Lerntechniken. Dieses erfordert Leistungsbereitschaft und Lernwillen von Schülern und von Lehrern gleichermaßen.

Abgesehen von den externen Angeboten zur Selbstevaluation strebt die Schule eine intensive Kommunikation aller Mitarbeiter und ein „Feedback“ von Schülern(innen) über die unterschiedliche Arbeit der Schule an.

Diese Maßnahmen sollen vor allem auch dazu beitragen, die positive Wahrnehmung der Schule in der Öffentlichkeit zu festigen.

Innerhalb des Schulmanagements sind Befragungen des Kollegiums über das ISQ-Selbstevaluationsportal ein wichtiger Beitrag für eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, Rückmeldungen zum eigenen Leitungshandeln zu erhalten. Dieses Leitungsfeedback ist eine wesentliche Form der Kollegiumsbefragung mittels derer freiwillig, schriftlich und anonym das Leitungshandeln subjektiv beurteilt werden kann. Die Schulleitung erhält so die Möglichkeit, unterschiedliche subjektive Sichtweisen auf bedeutsame Aspekte schulischer Qualität zu erfassen. Das Kollegium soll hierdurch aktiv in die Gestaltung der Führungsbeziehungen einbezogen werden. Die Nutzung des Selbstevaluationsportals bietet uns als Schule innerhalb der schulischen Evaluation eine Anlaufstelle für eine internetgestützte Evaluation als integraler Bestandteil schulischer Qualitätssicherung und – entwicklung. Unsere Schule nutzt diese Möglichkeiten, um so selbsttätig das eigene berufliche Handeln in einem geschützten Rahmen in Blick zu nehmen. Die Ergebnisse dienen dann in der Auswertung der Befragungen jedem Einzelnen als Ansatzpunkte für anzustrebende Veränderungen im Schulmanagement bzw. innerhalb der Selbstevaluation der unterrichtenden Lehrkräfte für Rückmeldungen zum eigenen Unterricht. Gerade bei der Selbstevaluation des eigenen Unterrichtes streben wir an, gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern u.a. über Fragebögen die Unterrichtsqualität zu steigern und eine ausgewogene kritisch reflektierte Feedback – Kultur zu entwickeln. Selbstkritisch müssen wir einschätzen, dass in dieser Form der Evaluation unsere größten Reserven liegen (siehe auch Bericht zur Schulvisitation 2011).

Innerhalb unserer Evaluationskultur spielt die Methode des Dialoges ebenfalls eine große Rolle, um zu erreichen, dass alle am Schulleben Beteiligten ihre Sichtweisen einbringen und Ideen entwickeln können. Unser angestrebter Grundsatz hierbei ist es, dass in Gesprächen alle Teilnehmer gleichwertig zu Wort kommen, sich gegenseitig wertschätzend wahrnehmen und zuhören. Der Dialog wird verfolgt und entwickelt, um die Ergebnisse unserer Untersuchungen und Erhebungen besprechbar zu machen – im Lehrerteam, in Kollegiumsgruppen, Konferenzen und mit unseren Schülerinnen und Schülern.

Die Zielgerichtetheit unserer schulinternen Evaluation wird gestützt durch methodisches Vorgehen, das Festhalten der Ergebnisse und Verabredungen, ihre Visualisierung und die Ableitung von Schlussfolgerungen und verbindlichen Maßnahmen sowie Zielformulierungen.

Überhaupt lernt niemand etwas

durch bloßes Anhören,

und wer sich in gewissen Dingen

nicht selbst tätig bemüht,

weiß die Sachen nur oberflächlich

und halb.

 

(Johann Wolfgang von Goethe)